Herr, all mein Sehnen liegt offen vor Dir. Mein Seufzen war Dir nicht verborgen.

Psalm 38,10

Es hat also doch jemand mitbekommen – die Fragen in der Nacht, die Zweifel in stillen Stunden, die Unzufriedenheit mit dem, was ist; soll das wirklich schon alles gewesen sein?
Es ist oft schwierig, anderen Menschen das mitzuteilen, was uns im Tiefsten bewegt, und wie oft verstehen wir uns selber nicht… Es gibt so viele Fragen und eben auch Sehnsüchte, die uns beunruhigen, und es gibt auch viele Gedanken, die wollen wir gar nicht mit anderen Menschen teilen.

Gott sieht uns und kennt uns, er „versteht unsere Gedanken von ferne“ (Ps.139,2). Erschreckt uns das? Ist uns das peinlich? Oder nutzen wir die Möglichkeit, ganz offen und ehrlich vor unserem Gott über all das nachzudenken und zu reden, was uns tief in uns drin beschäftigt? Eine großartige Möglichkeit!

Margret Walter